garten ag1Die Schüler haben heute weniger Gelegenheit, Situationen  der Arbeitswelt selbst kennenzulernen. Wohnen und Arbeiten sind in der Regel getrennt.

 

 

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Sie erleben sich und ihre Umgebung eher als Konsumenten. Lebensnotwendiges wird im Supermarkt erstanden, zur Herkunft oder Erzeugung von Lebensmitteln fehlt ihnen meist jegliches Wissen oder praktische Erfahrung. Es fehlt ein reales Verständnis der Naturzusammenhänge.

Im Hinblick auf diese Gegebenheiten hat die Almeschule einen Schulgarten angelegt und bietet in jedem Schuljahr eine Garten-AG an, an der Dritt- und Viertklässler teilnehmen können. Der Schulgarten steht allen Klassen als Lernort zur Verfügung.

Folgende Zielperspektive wurde entwickelt:

Kinder sollen möglichst häufig Gelegenheit erhalten, vielfältige und mit allen Sinnen erfassbare Erscheinungsformen der Natur wahrzunehmen, zu genießen, verantwortungsvoll zu nutzen bzw. zu pflegen und zu verstehen, um sie schließlich in ihrer Unersetzlichkeit wie Verletzlichkeit als Lebensgrundlage zu begreifen.

Die Kinder können folgenden Nutzen aus der Arbeit im Schulgarten ziehen:

  • Sie erhalten einen bewussten Bezug zur Natur, deren Produkten in ihrer Vielfalt und ihrem Reichtum.
  • Das Kennen- und Schätzenlernen von gärtnerischen Fertigkeiten und Kenntnissen verstärkt das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten.
  • Durch die sinnvolle Tätigkeit werden Qualitäten wie Dankbarkeit, Durchhaltevermögen und Staunen angeregt.
  • Alle Sinne und das kausale Denken werden geschult.
  • Die Schüler üben den pflegenden, erhaltenden Umgang mit Erde, Pflanzen, Tieren und Geräten / Werkzeugen.

Auch die nähere und weitere Umgebung des Schulgartens soll in die Arbeit einbezogen werden.

An das Schulgelände grenzen öffentliche Obstwiesen, hier lernen die Schüler Ernten und Verarbeiten. Sie sammeln am Wegrand Brennnesseln für die Kräutersalzherstellung und anderes Essbares wie Löwenzahn oder Holunder.
Im nahe gelegenen Wald ernten sie Grün zur Herstellung von Adventskränzen.
Im Schulgarten und in der Umgebung wird Essbares, Nutzbares schätzen gelernt. Nicht nur das Verständnis für das Entstehen von Lebensmitteln, sondern auch ihre Qualität und ihren Wert sollen die Kinder besser einschätzen können.
Die Sinne sollen geschärft werden für Geschmacksvielfalt und gute Rohstoffe. Die Lust am Kochen einfachster Gerichte soll gefördert werden.

Folgendes soll mit den Kindern gepflegt werden:

Gerätehaus
Kräuterspirale
Insektenhotel
Lavendelecke
Obstbäume
Blumenbeete (zu jeder Jahreszeit soll etwas blühen) Grasfläche
Beet für einjähriges Gemüse, Salate, Kartoffeln oder für Kürbisse
Kompostanlage
Bänke für ein Klassenzimmer im Grünen

Folgende Tätigkeiten sollen die Kinder lernen und ausüben:

Jätarbeit auf überschaubaren Flächen
Informationen auf Saattüten lesen und befolgen
Gebrauch von Beetschnur und Rillenzieher kennen
Pflege und Erntearbeiten durchführen
Gießen, Laub harken, Abschneiden alter Pflanzteile
Geräte pflegen
Salat, Kräuter, Obst ernten und verarbeiten Gartenschutzmaßnahmen durchführen
Adventskranz binden
Im Winter Holzbearbeitung kennenlernen und  etwas Nützliches oder Dekoratives für den Garten herstellen.

   
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